Der wichtigste Aspekt beim Unterrichten ist, dass man den Kindern Zeit lässt. Jedes Kind hat Schwächen und Stärken und in einem Bereich braucht es einfach Zeit.

  • Revolutionär fände ich, dass wir die Schulstufen auflösen und die Kinder nach Schwerpunkten unterrichten würden. Das wäre nicht nur in Sachunterricht in der Volksschule, sondern auch in Mathematik und Deutsch möglich.
    Man holt die Kinder da ab, wo sie gerade stehen. Manch ein Schulanfänger kann schon lesen und braucht dann die ganze Buchstabenerarbeitung nicht mehr machen. Andere sind exzellent beim Rechnen, die können dann schon einige Rechenschritte überspringen.
  • Man müsste dann auch die Zeugnisse mit Noten verändern. Da die Leistungen der Kinder oft nicht in das Zahlenschema passen.
    Eine Idee wäre die Leistung in einem Gegenstand bis zur 8. Schulstufe in Prozent anzugeben. Das heißt die gesamt Leistung eines Gegenstandes ergibt 100 % und das Kind hat dafür 8 Jahre Zeit, entweder weniger oder länger.
  • Auch als Lehrer sollten wir unser Potential bündeln. Jeder von uns hat Schwächen und Stärken. Besonders die HS Lehrer müssen zwar in ihren Fächern unterrichten, aber haben ein brachliegendes Potential in sich. Als VS Lehrer muss man zwar alles unterrichten, aber man hat auch seine Vorlieben. Wenn sich eine Gruppe finden und wir unsere Stärken sammeln würden, könnten wir sicher eine Schule neu gestalten.

    Monika Poms, Lehrerin, 51 Jahre.